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Die sieben Urbilder des Gemüts

In diesem Beitrag geht es einmal nicht darum, wie sich die sieben Urkräfte (die sogenannten Planetenkräfte) in Nahrungs-, Wild- oder Heilpflanzen ausdrücken. Es geht um etwas, dass noch viel näher liegt als das: Es geht um uns Menschen, genauer, unser Gemüt. 

Mit Gemüt ist ein weites Gebiet von Gefühlen, Gedanken, Empfindungen und Haltungen gemeint. Der Fokus liegt dabei darauf, andere Menschen und uns selbst besser zu verstehen. Das menschliche Leben ist komplex und vielschichtig. Je tiefer wir Lebensprozesse begreifen, desto bewusster können wir auch damit umgehen. In der hermetischen Naturkunde interessieren wir uns dafür, wie Kräfte wirklich wirken: Wie kommt etwas ins Sein? Wie wirkt sich ein Feuerprozess hier aus? Welche Kräfte wirken in dieser Pflanze? Daraus ergeben sich schließlich Antworten auf die Frage: Wie kann es sich für mein Leben, meinen Alltag, heilsam auswirken?

 

Die Planetenkräfte sind innere, wahre Bilder. In diesem Beitrag möchte ich darauf eingehen, wie das Verständnis der sieben Hauptkräfte bzw. Planetenkräfte für den Alltag und die eigene Gesunderhaltung konkret anwendbar ist. Dabei ist jeweils entscheidend, inwiefern sich diese Kraft von der gesunden Mitte entfernt, also im Mangel oder Übermaß vorhanden ist. Ich gehe nun in der Reihenfolge Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn vor. Sinnvoll wäre, wenn du dir Notizen zu jeder der 7 Kräfte machst, also versuchst, nach dem Gefühlt zu entscheiden, bei welcher Beschreibung du dich erkannt fühlst und ob sich diese Kraft bei dir im Mangel (-), Übermaß (+) oder in Balance befindet. Du kannst an der Beschreibung der Balance dann einzelne Möglichkeiten für dich herausarbeiten, wie du sein möchtest. Erinnere dich, alles ist im lebendigen Fluss!

Die Kräfte der Sonne

Bei ausgewogenen Sonnenkräften verfügt der Mensch über großes intuitives Wissen. Dieses Wissen ist kein Wissen im üblichen Sinne, sondern bereits Weisheit. Es lebt ein klares Empfinden des “Ich bin”-Bewusstseins im Menschen. Er oder sie fühlt sich mit allem, was ist verbunden. Die Wirklichkeit wird unmittelbar erlebt. Bei Mangel an Sonnenkräften zeigt sich dies im Gemüt des Menschen in fehlender Bestimmung (oder Berufung) im Leben. Der Mensch hat keinen Zugang oder kein Verlangen danach, das innere Selbst zu erkennen. Häufig zeigt sich eine leibliche Schwäche (z.B. das Gefühl, kraftlos zu sein), Mangel an Selbstbewusstsein und Kleinmut. Bei Sonne im Übermaß überdenkt der Mensch gerne alles und jedes. Er ist ggf. “süchtig nach Spiritualität”. Körperliche Bedürfnisse werden nicht selten ignoriert. Andere Menschen nehmen den Betreffenden als “von einem anderen Stern” wahr. Oft fehlt die gesunde Erdung, die Wirklichkeit wird nicht erfolgreich navigiert. 

 

Die Kräfte des Mondes

Diese Kraft bezieht sich im Menschen besonders auf die Aspekte des Erinnerns und Intuierens, aber auch auf die Themen Schlaf und Regeneration. Ein Mensch mit ausgewogenen Mondenkräften verfügt über eine gute Intuition und ein gutes inneres Vorstellungsvermögen. Er versteht, dass er selbst Schöpfer seiner Wirklichkeit ist. Bei Mond-Übermaß klagt ein Mensch vielleicht über Kopfschmerz oder Migräne und fühlt sich gestresst. Das Denken ist nicht oder wenig wirklichkeitsgemäß (intellektuell verschroben oder in einer Fantasie / Illusion befangen). Bei Mond-Mangel kann der betreffende Mensch, die geistige Wirklichkeit der Erscheinungen nicht wirklich erkennen. Einfühlungsvermögen und gesunder Menschenverstand, sowie Intuition sind schwach ausgebildet. Das Lernen fällt schwer und der Mensch fällt ggf. durch lautes, grobes Verhalten auf.

Die Kräfte Merkurs

Die Merkurkraft ist verbunden mit den Themen Beweglichkeit, Leichtigkeit und Kommunikation. Sind die Merkurkräfte bei einem Menschen ausgewogen, so erleben wir, dass wir diesem Menschen mit Leichtigkeit zuhören können. Die Worte und Klänge kommen leicht zum Klingen, weder mit zu viel, noch mit zu wenig Druck. Es ist leicht, sich mitzuteilen, kreativ und hilfreich zu sein. Die Ratschläge sind verständlich, die Worte sind aufrichtig, Gedanken, Gefühle und Wünsche werden einfach ausgesprochen. Bei überaktivem Merkur empfinden wir, dass zu viel gesprochen wird bzw. hört dieser Mensch auch nicht wirklich zu. Es ist ein Übermaß an eigener Meinung zu bemerken, ggf. kritisiert dieser Mensch sehr stark bis hin zu verbalen Beleidigungen. Bei einem Mangel an Merkurkraft wird wenig bis gar nicht gesprochen. Der Mensch ist schüchtern und nicht immer ehrlich. Er fühlt sich unfähig, eigene Bedürfnisse und Notwendigkeiten oder auch nur Wünsche mitzuteilen. Es entsteht das Gefühl missverstanden zu sein. Ein Mensch mit Mangel an Merkurkraft gilt als wenig verlässlich, da er oder sie es schwer hat, mit sich selbst ehrlich zu sein.

Die Kräfte der Venus

Bei einer “balancierten Venuskraft” können wir bei uns oder anderen spüren: “Sie ist mit sich im Reinen” oder “Ich bin mit mir im Reinen”. Ein solcher Mensch ist freilassend und offen. Er oder sie lässt sich und andere sein. Das ist die eigentliche Bedeutung von Verständnis und Liebe, das Sein-Lassen. Ein Mensch mit ausgewogener Venus-Kraft kann genießen und sowohl sich selbst, als auch andere lieben. Oft geht eine angenehme, stille Präsenz von ihm / ihr aus. Bei “Venuskräfte-Mangel” empfinden wir den Menschen als gefühlsarm. Sätze, die dahinter liegen lauten z.B. so: “Ich bin gefühlsarm. Ich kontrolliere meine Gefühle. Ich vertraue nicht so gern. Ich bin auch nicht wirklich geliebt.” Ein Mensch mit mangelnder Venuskraft hat einen schwachen Sinn für das Schöne. Er oder sie wählt die Freunde nach dem Nutzen aus und kann auch einmal hart und mitleidlos sein. Bei “zu viel Venus” erdrückt uns der Mensch mit “Liebe” und Zuwendung. Die Sätze lauten: “Meine Emotionen bestimmen mich. Trauer und Ärger ergreifen mich. Ich bin nicht wählerisch, ich liebe alles gleich.” Doch diese Liebe ist nicht freilassend, sondern an Bedingungen geknüpft. Oft besteht die Furcht in Beziehungen mehr zu geben als zu bekommen. 

Die Kräfte des Mars

Harmonisch gestalten sich die Marskräfte im Gemüt des Menschen als Meisterschaft über die eigenen Gefühle und Gedanken. Die Selbstliebe und Wertschätzung gilt allen Menschen, ja eigentlich allem Lebendigen. Es wird mutig Verantwortung für die eigenen Entscheidungen genommen. Das Ideal, nach dem gelebt wird, ist selbstbestimmt und nicht blind von anderen übernommen. Die Präsenz verbreitet Wärme, Freude und Kraft im eigenen Leib, sowie für sich als auch für andere. Charakteristisch für eine gesunde Marskraft ist auch die schlichte Aussage: “Ich bin meiner Selbst bewusst”. 

Bei Mars-Mangel herrscht die Sorge vor, was wohl “die anderen” über mich denken. Die eigenen Gefühle werden unterdrückt. Oft besteht eine Abhängigkeit zu anderen, die mit dem Gefühl von Einsamkeit einhergeht. Die Haltung ist passiv, unentschieden und scheu. Zweifel und Mangel an Vertrauen bestimmen das Gemüt.

Bei “Mars im Übermaß” erleben wir die Haltung als urteilend und überkritisch. Er oder sie findet an anderen gern etwas zu bemängeln (um sich damit als besonders wertvoll zu erleben). Der Mensch ist arbeitssüchtig und perfektionistisch, auch eingebildet und prahlerisch. Im Extremfall wirkt das Übermaß als ziellose Agression und Zerstörungswut.

Die Kräfte des Jupiter

Bei ausgewogener Jupiterkraft entsteht das Bild eines Menschen, der seine Gefühle und Empfindungen frei fließen lassen kann. Großmut und Weisheit sind groß geschrieben. Erarbeitetes und Wohlstand kann erlangt, erhalten und vermehrt werden. Die Leidenschaft für das Leben wird gesund gelebt; er oder sie ist offen für Intimität. Unterschiede, zwischen den eigenen Gefühlen und Gedanken und den der anderen, werden genau erspürt. Ein jovialer Mensch ist schöpferisch und im Einklang mit sich selbst. Bei Jupiter-Mangel ist der Sinn für Selbstwert angekratzt: der Betreffende fühlt sich schnell durch Worte oder Taten anderer angegriffen und glaubt fehlerhaft zu sein und an sich “arbeiten” zu müssen. Er fürchtet die Lust und entzieht sich Lustvollem und Freudigem. Das Bedürfnis sich anzupassen ist groß. Bei Jupiter-Übermaß zeigt sich ein Mensch, der mit anderen und Ereignissen des Lebens Dramen erschafft. Er oder sie ist leicht eingeschnappt, besonders wenn andere die (eigenen) Erwartungen nicht erfüllen. Oft besteht eine mentale, emotionale und / oder körperliche Spannung. 

 

Die Kräfte des Saturn

Sind die Kräfte des Saturn im menschlichen Gemüt ausgewogen, so zeigt sich dies als stabile und sichere Haltung dem Leben gegenüber. Der Mensch ist erdverbunden. Er neigt dazu anderen zu vertrauen und ist selbst vertrauenswürdig bzw. verlässlich. Er hat einen guten Kontakt zur eigenen Leiblichkeit und ist sich über den Platz und die Stellung in der Welt bewusst. Der Mensch ist auf das Gegenwärtige bezogen. Das “Hier und Jetzt” ist im Fokus der Aufmerksamkeit, das Leben ist im Fluss und Langeweile nahezu unbekannt. Der eigene individuelle Ausdruck wird klar erkannt. Bei Saturn-Mangel fühlt sich der Mensch ängstlich, besorgt und nicht willkommen. Er ist furchtsam oder nervös. Der Kontakt zum eigenen Leib ist schwach ausgebildet oder fehlend. Der Platz in der Welt ist unklar, er oder sie ist unglücklich über den erreichten Status, den Partner oder die Finanzen. Bei Saturnkräften im Übermaß ist der betreffende Mensch einseitig materialistisch orientiert bis hin zur Gier. Er ist besessen von Sicherheit — auf allen Ebenen. Veränderungen rufen eine Abwehr hervor. Auch sonst wird der Mensch mit Saturn im Übermaß leicht unleidig und aggressiv gegenüber Menschen und Ereignissen des Lebens. Besonders aufbrausend wird er mit Menschen, die Autoritäten in Frage stellen. Die Haltung ist oft von Engstirnigkeit geprägt.

 

 

Wie geht es dir?

Nun wie ist es dir beim Lesen gegangen? Sind dir bestimmte Menschen in den Sinn gekommen? Hast du auch etwas von dir erkannt? Du kannst getrost sein, dass wir in keiner Weise “perfekt” sein müssen — es gibt keinen Wettbewerb, wer “am Balanciertesten ist”. 

 

Aber Balance hilft uns, gesund zu sein, um unsere Aufgaben und Bestimmungen im Leben zu verwirklichen. Sie hilft uns, für andere da zu sein. Um sich aus der ein oder anderen Verstrickung zu lösen, genügt es oft, schon einen neutralen Bereich anzustreben: Anstelle z.B. vom Geiz in die Großzügigkeit zu wechseln, wäre es schon ein Erfolg den Geiz aufzugeben und sich im Bereich zwischen Geiz und Großzügigkeit vertrauter einzurichten. In einer nächsten Etappe könnte dann die Haltung der Großzügigkeit eingeübt werden. 

 

Ich bin gespannt, welche Urkraft/Urkräfte bei dir bereits sehr harmonisch ausgebildet sind und welche der sieben Planetenkräfte deine Aufmerksamkeit bekommt, weil du da etwas Neues und Anderes entwickeln willst. Es lohnt dabei, nicht auf das Nichtgelingen zu schauen, sondern sich mit der neuen Identität (“Wie würde jemand sein, der großzügig ist?”) anzufreunden. 

Herzlich, dein Christoph

 

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